Es ist ein Buch, auf dem Umschlag steht: ein Roman, verfasst von der Büchnerpreisträgerin Felicitas Hoppe: „Die Nibelungen“. Aber der Untertitel lautet „Ein deutscher Stummfilm“. 1924 hatte ein Stummfilm dieses Namens Premiere, inszeniert von Fritz Lang. Das Drehbuch schrieb Thea von Harbou, inspiriert vom mittelalterlichen Nibelungenlied. Allerdings handelt Hoppes Buch weder von dem Film noch bietet es eine Nacherzählung des Films oder der Sage; dennoch orientiert an dem Stoff. Die Lage ist also vertrackt, aber äußerst unterhaltsam. Denn recht eigentlich wird das Ganze hier als Theaterstück beschrieben, als alljährliche Aufführung in der Stadt Worms, mit Profi-Schauspielern, jeder Menge Laien und zahlendem Publikum. Eine Frau Kettelhut führt Regie, nicht zum ersten Mal. Und es gibt ja wirklich Nibelungen-Festspiele als Open-Air-Theater vor dem Dom zu Worms.

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