„Vorsicht mit den Medikamenten! Vorsicht mit den Schüssen!“ Zwei Angstrufe hallen Rui in den Ohren in jener letzten Zeit, die der Halbwüchsige zusammen mit Eltern und Schwester im heimischen Angola verbringt. „Doch anschließend verstummen wir. Mutters Krankheit und dieser Krieg, der uns ins Mutterland führt, sind ähnliche Angelegenheiten durch das Schweigen, das sie verursachen.“

Es ist das Jahr 1975, die Nelkenrevolution hat das Ende der Kolonialherrschaft in Sicht gebracht, die Weißen fliehen aus Angola, zurück ins „Mutterland“ Portugal. Ins Mutterland, ganz buchstäblich: Von dort stammt die Mutter von Rui und seiner Schwester. „Mutter hat zwei Länder. Vater nicht.“ Wie der Vater haben auch Rui und seine Schwester nur ein Land, Angola. Bis jetzt.

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