In der Geschichte „Die gelbe Dogge“ ist der Ich-Erzähler ein junger Mann von 16 Jahren, beschäftigt mit körperlicher Arbeit, als plötzlich ein riesiges Wesen vor ihm steht. Die Dogge beugte sich herunter „und biss mich langsam, aber kraftvoll in die linke Hüfte“. Hunde in der Literatur sind meist treu, heldenhaft oder wenigstens so lustig wie Ignaz in der ersten Geschichte des schön gestalteten Bändchens. Die Dogge aber wirft den Erzähler auf die Urinstinkte zurück. „Ich verharrte in völliger Bewegungslosigkeit, wie es eben Beutetiere seit je im Maul des Raubtiers tun“, schreibt Hans Traxler, „nicht anders als eine Maus, eine Giraffe oder ein Gnu.“

Tiere haben es dem Autor und Zeichner Hans Traxler, Vertreter der Neuen Frankfurter Schule um Robert Gernhardt und F. W. Bernstein, seit jeher angetan. Er machte im Laufe seines Künstlerdaseins dem Publikum ein Bild vom „frommen Krokodil“, zeichnete einen „Kater, der immer größer wurde“ und einen „Elefanten, der lieber klein bleiben wollte“. Die drei Geschichten in „Ignaz, die gelbe Dogge und die Höllenhunde“ sind autobiografisch, beleuchten Stationen in seiner Kindheit, Jugend und des Erwachsenenlebens.

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