Berlin - Bücher sind obszön, im besten Sinne: Sie gewähren uns Einblicke in das Leben der anderen. Der Schweizer Zeichner Stefan Haller ist dabei sehr weit gegangen, als er die Tagebücher seiner psychisch kranken Mutter in eine Bildergeschichte übersetzte. Gleich zu Beginn seines Comics setzt er den entsprechenden Ton: „Meine Mutter: Stets sorgte sie für gemachte Betten, gebügelte Kleider, saubere Fenster und warme Mahlzeiten. Also alles gut? Ja, hätte ich geantwortet. Nicht, dass meine Mutter jeden Mittwoch zum Psychiater ging, dass sie erschöpft war wegen der vielen Arbeit, die sie mit uns Kindern hatte. Davon durfte ich nichts erzählen, weil sonst im Dorf der Tratsch losgegangen wäre.“

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