Sogar ein Adventskalender kommt in Emine Sevgi Özdamars neuem Roman vor, im Traum als Geschenk vom Filmemacher Luis Buñuel überreicht. Die namenlose Ich-Erzählerin beschreibt ihn in einem Pariser Café. „Ich öffnete eines der Türchen – da war eine kleine Uhr, die tickte. Buñuel sagte mir, dass er diese Uhr als Kind selbst gebastelt habe.“ Sie schaut sich um, mit wem sie zusammensitzt. Da ist ein iranischer Sozialist, der nicht nach Hause kann, weil seine Regierung aus ihm Hackfleisch machen würde. Da ist ihre Freundin Efterpi, deren Eltern in Thessaloniki von den Nazis umgebracht worden sind. Und sie selbst konnte nicht in der Türkei bleiben. Die anderen wollen, dass sie ein deutsches Volkslied singt. Sie wählt „Ein Jäger aus Kurpfalz“.

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