Berlin - Einer der Orte, an denen ich sinnlos viel Zeit in meinem Leben verbracht habe, ist die Autobahn-Raststätte Hannover-Garbsen. Wenn es ganz schlimm kam, waren es vier Stunden oder mehr, die ich dort, in Kälte und Regen wartend, verbrachte habe. Den Daumen im Wind, wie es auf einem frühen Album von Udo Lindenberg heißt, nur weniger romantisch verklärt. Dabei war Hannover-Garbsen nicht einmal der schlechteste Ort, an dem man herausgeworfen werden konnte. Auf dem Weg nach Berlin war die Raststätte für viele Tramper eine Zwischenstation. Mit ein bisschen Glück ging es gleich weiter.

Aber selbst wenn nicht, verbuchte man es doch nicht als verschwendete Lebenszeit. Waren es nicht  vielmehr kleine Geschenke, Momente des Innehaltens, in denen man erproben kann, standhaft zu bleiben, während vieles vorüberzieht? Später, als ich selbst vom Anhalter zum Fahrer herangereift war, bekam ich jedes Mal ein furchtbar schlechtes Gewissen, wenn ich als Autofahrer einen Anhalter stehen ließ. Habe ich das jetzt wirklich gemacht?

Lesen oder hören Sie doch weiter.

Erhalten Sie unbegrenzten Zugang zu allen B+ Artikeln der Berliner Zeitung inkl. Audio.

1 Monat kostenlos.

Danach 9,99 € im Monatsabo.

Jederzeit im Testzeitraum kündbar.

1 Monat kostenlos testen

Sie haben bereits ein Abo? Melden Sie sich an.

Doch lieber Print? Hier geht’s zum Abo Shop.