Berlin - Für die Erschließung von James Baldwins Sprachgefühl hat dessen deutsche Übersetzerin Miriam Mandelkow eine besondere Technik entwickelt. Um sich in die Musikalität seiner Prosa einzufinden, hat sie unlängst auf Deutschlandfunk Kultur gesagt, sei ihre Art zu übersetzen eine sehr körperliche: „Man bewegt sich mit, man spielt, was man da liest, man tanzt es, um die Sprache körperlich zu spüren und dann auch ein Gespür dafür zu haben, ob sich ähnliche Körperempfindungen auch im Deutschen einstellen.“ Er schreibe, hat Baldwin gesagt, um herauszufinden, was er nicht weiß. Und er schreibe, um herauszufinden, was er nicht wissen wolle.

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