Berlin -  Zeit lässt sich nicht greifen, nicht festhalten. Fotos und Filme sind nur eine Illusion davon. „Wir sind schließlich immer älter als die Bilder von uns“, befindet der Ich-Erzähler in Hans-Ulrich Treichels Roman „Schöner denn je“, während er Eindruck und Erinnerung vergleicht. „Es ist nicht nur die Zeit, die uns trennt. Mich von mir selber. Von jemandem, dem ich meinen Namen gebe, wenn ich ihn auf älteren Fotografien erblicke“, heißt es in Ulrich Peltzers Roman „Das bist du“. Er vergleicht das Selbstbild: „Als sei man immer ein anderer. Immer schon gewesen.“

Beide Bücher sind in diesem Jahr erschienen, Peltzers bereits im Februar, Treichels im Juni. Sie unterscheiden sich sowohl in der thematischen Setzung als auch in der literarischen Methode. Die Bücher verbindet eine faszinierende Nähe, als wären die Autoren im Gespräch miteinander: über West-Berlin, wie es war, über die Möglichkeit, den eigenen Weg zu bestimmen, über die Bedeutung von Freundschaft und Liebe, über Film und Literatur als Lebensstoff. Und mit den Namen von Autoren und Regisseuren setzen sie Markierungen.

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