Die Tier- und Pflanzenporträt-Buchreihe „Naturkunden“ gibt es neuerdings als Hörbuch beim DAV. Das kann man sich schwer vorstellen, wenn man die erlesene Gestaltung der von Judith Schalansky herausgegebenen Bücher vor Augen hat. Was auf Papier so besonders ist, lässt sich doch wohl kaum in Hör-Eindrücke verwandeln. Bevor nun Rüdiger Schapers „Elefanten“ und Holger Teschkes „Heringe“ in die Läden kommen, fragen wir den Regisseur: Herr Feuerstein, wie klingt der Hering?

Torsten Feuerstein: Natürlich fragen Sie mich nicht nach dem Elefanten, weil jedes Kind weiß, dass er trötet. Sehr unterschiedlich übrigens, je nach Region. Doch auch der Hering macht Geräusche. Und die habe ich für das Hörbuch besorgt. Aber der Reihe nach: Die Buchreihe „Naturkunden“ ist etwas ganz Besonderes. Mit ihrem ungewöhnlichen Format, dem schönen Druck, den erlesenen Illustrationen und Fotos wirken die Bände wie Mini-Coffeetable-Books, man möchte sie gern um sich haben. Darüber übersieht man vielleicht, dass das auch richtig gute Literatur ist, die Texte oszillieren zwischen Naturwissenschaft und Nature Writing. Die Bücher haben mich zuerst sprachlich überzeugt. Nehmen wir die „Heringe“. Holger Teschke nähert sich diesen Fischen zunächst autobiografisch. Er erzählt, wie er auf einem Fischkutter mitgefahren ist und erkundet immer weiter das Wesen dieser Tiere und die Bedeutung für den Menschen. Das geht bis zu Rezepten, was ich nur begrüßen kann, denn ich esse gern Hering.

Lesen Sie doch weiter

Erhalten Sie unbegrenzt Zugang zu allen Online-Artikeln der Berliner Zeitung für nur 9,99 € im Monatsabo.

Jetzt abonnieren

Sie haben bereits ein Abo? Melden Sie sich an.

Doch lieber Print? Oder das E-Paper? Hier geht’s zum Abo Shop.