Die revolutionäre November-Stimmung leuchtete im München des Jahres 1919 dem feinsinnigen Dichter Rainer Maria Rilke unmittelbar ein. „Der Dunst aus Bier und Rauch und Volk“, schrieb er an seine Frau Clara, „ging einem nicht unbequem ein, man gewahrte ihn kaum, so wichtig wars und so über alles gegenwärtig klar.“ Mittendrin war auch Oskar Maria Graf, der bei aller Gefahr, die vom Getümmel ausging, erstaunt bemerkte: „Die meisten Menschen lachten und schwatzen, als ging’s zu einem Fest.“ Selbst Thomas Mann bemerkte eine Mischung aus Umsturz und Festlichkeit. „Irgendwie begehen die Menschen den Anbruch einer neuen Zeit.“

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