„Mein Kind, du bist Jüdin“. Wenige Tage nach der Machtergreifung der NSDAP setzt sich die Mutter zu ihrer elfjährigen Tochter. Wie immer, wenn es Wichtiges zu besprechen gibt. Doch die kleine Inge weiß gar nicht, was das ist, eine Jüdin. Die Eltern, engagierte Sozialdemokraten, sind nicht gläubig. Die Religion spielt zu Hause keine Rolle. Nun aber ziehen brüllende Horden, die unter der Kontrolle der neuen Regierung stehen, durch Berlin und singen furchterregende Lieder: „Wenn's Judenblut vom Messer spritzt, dann geht's noch mal so gut.“ Inge war schon vorher Jüdin gewesen, nur wusste sie es gar nicht. Jetzt ist sie, in den Augen der meisten Deutschen, ausschließlich Jüdin.

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