Berlin - Sasha Filipenko trägt ein weiß-hellblaues Fußballtrikot von Inter Mailand, als sich der Skype-Bildschirm öffnet. Er befindet sich mit einem Stipendium der Jan-Michalski-Stiftung in der Schweiz. Es öffnet sich ein weiteres Fenster für Ruth Altenhofer, die in Österreich wohnt. Sie hat nach dem Roman „Rote Kreuze“ (2020) jetzt ein weiteres Buch Filipenkos ins Deutsche übersetzt und wird uns beim Gespräch helfen. „Der ehemalige Sohn“, gerade erschienen, erzählt von einem jungen Mann, der in Minsk nach einer Massenpanik ins Koma fällt und nach zehn Jahren wieder aufwacht. Sein Land hat sich kaum verändert, doch dann erlebt er protestierende Menschen auf der Straße und es heißt über sie, sie regten sich zum ersten Mal nach Jahren im Koma. Diese buchstäbliche Ironie der Geschichte ist dicht erzählt, mit Humor und bitterem Ernst.

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