In Berlin und Leipzig könnten die Helden ihrer Bücher einst dieselben Wege gegangen sein. Doch nicht nur eine räumliche Nähe besteht zwischen den Romanen von Constanze Neumann und Jo Lendle: Beide Autoren erkunden die Vergangenheit ihrer Familien jeweils in der Zeit vor ihrer Geburt. Sie wählen die Romanform zum freieren Erzählen und zeigen damit, wie Prägungen entstehen. Obwohl der biografische Anknüpfungspunkt jeweils ein Mann ist, bei Constanze Neumann der Urgroßvater, bei Jo Lendle der Großonkel, nehmen Frauenfiguren viel Raum ein. Schließlich erlaubt es auch die Autorschaft, die Bücher zusammen zu betrachten. Denn beide sind hauptberuflich Verleger: Constanze Neumann verantwortet das literarische Programm von Aufbau in Berlin, Jo Lendle ist Chef des Carl-Hanser-Verlags in München. Dennoch sind, das muss nun endlich gesagt werden, ihre Bücher sehr unterschiedlich.

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