Berlin - Es gibt eine Aufnahme der berühmten Fotografin Nan Goldin, die ihren Freund Joachim Sartorius in den 1990er-Jahren in einem Berliner Lokal aufgenommen hat. Den Kopf leicht geneigt, hält er lässig eine Zigarette in der rechten Hand. Wie auf vielen Fotos schaut Sartorius melancholisch in die Welt oder vielleicht auch nur in sich hinein.

Nan Goldin war in den 90er-Jahren berühmt geworden mit einer Serie von Bildern, mit der sie ihre New Yorker Freunde porträtiert hatte, von denen viele binnen kurzer Zeit an Aids gestorben waren. Goldin hielt dabei eine Lebensgier und Verausgabungsbereitschaft fest, die in dem stillgestellten Moment zu Archetypen zu gerinnen schienen.

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