Berlin - Die Wege von hier nach da im Blick zu haben ist ihr Geschäft – und das schon seit 279 Jahren. Als die Buchhandlung Schropp Land & Karte vor vier Jahren ihren 275. Geburtstag feierte, ließ es sich denn auch die politische Prominenz nicht nehmen, persönlich zu gratulieren. Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller kam vorbei, und Kulturstaatsministerin Monika Grütters, die das Haus bereits mit dem Deutschen Buchhandlungspreis geehrt hatte, sprach geradezu kämpferisch klingende Worte. Inhabergeführte Buchhandlungen seien geistige Schatzkammern, so Grütters: „Wir wenden uns damit auch gegen die Degradierung eines Kulturguts zur bloßen Handelsware.“

Nun aber sieht es so aus, als müsse Schropp Land & Karte einen empfindlichen Rückschlag einstecken. Wie Boersenblatt.net berichtet, hat die Buchhandlung nach 20 Jahren am zentralen West-Berliner Standort in der Hardenbergstraße 9a ihre Kündigung erhalten. Demnächst, so heißt es, soll eine Kunstgalerie einziehen. Ein kulturinterner Verdrängungswettbewerb also.

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