Der Schotte Lewis Grassic Gibbon, geboren 1901 als James Leslie Mitchell, gestorben 1935, wurde leider kein alter weißer, Berge von Romanen schreibender Mann – wer weiß, mit was für wunderbaren, lebensvollen Frauenfiguren er die Literatur nicht nur seines Landes noch bereichert hätte. Es ist das Verdienst des kleinen, feinen Berliner Guggolz-Verlags, Grassic Gibbons „große schottische Erzählung“, eine Trilogie um die Bauerntochter Chris, vor einigen Jahren nicht nur aufgestöbert, sondern die Schriftstellerin Esther Kinsky mit der Übersetzung beauftragt zu haben. Diese hatte sich für „Lied vom Abendrot“ (dt. 2018) am Plattdeutschen orientiert, aber auch einen kleinen Schatz an Wörtern neu erfunden, um dem ländlich-rauen Sound der Scots-Vokabeln gerecht zu werden. Diesmal, für „Wind und Wolkenlicht“, das in der Kleinstadt Segget unter eher wenig Dialekt Sprechenden spielt, nutzt sie Schattierungen der Umgangssprache.

Lesen oder hören Sie doch weiter.

Erhalten Sie unbegrenzten Zugang zu allen B+ Artikeln der Berliner Zeitung inkl. Audio.

1 Monat kostenlos.

Danach 9,99 € im Monatsabo.

Jederzeit im Testzeitraum kündbar.

1 Monat kostenlos testen

Sie haben bereits ein Abo? Melden Sie sich an.

Doch lieber Print? Hier geht’s zum Abo Shop.