Berlin -  Im Bereich der Literatur ist ein Kanon die Zusammenstellung wichtiger, lesenswerter Bücher. Derzeit ist ein „Anti-Kanon“ des Literaturkritikers Denis Scheck zu sehen. Ursprünglich Teil seiner Sendung im SWR-Fernsehen, sind die drei- bis fünfminütigen Clips einzeln im Internet abrufbar. Die Reihe beginnt mit Hitlers „Mein Kampf“, an zweiter Stelle kommt „Der Alchimist“ von Paulo Coelho, dann Sebastian Fitzeks „Passagier 23“, anschließend Christa Wolfs „Kassandra“, drei weitere gibt es.

Auf der Website des SWR heißt es, Denis Scheck versuche, „die in seinen Augen schlechtesten Bücher der Weltgeschichte tatsächlich zu lesen“. Weiß gewandet kommt er zwischen weißen Bücherregalen hervor, greift sich einen Titel heraus und beginnt seine Rede über das Buch, unterstützt von Zitaten. Dass dieser gebildete und sprachgewandte Mann in wenigen Worten Bücher nicht nur loben, sondern auch verreißen kann, weiß das Publikum seit seiner Sendung „Druckfrisch“ in der ARD. Scheck betrachtet dort die Bestsellerliste und schmeißt in die Tonne, wovon er abrät. Das wirkt meist recht lustig, für die betroffenen Autoren muss es die Hölle sein.

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