Daniel Kehlmann war im Lockdown nie allein. Sein ständiger Begleiter war allerdings unsichtbar, stimm- und körperlos, er trug nicht einmal so einen hübschen Namen wie Siri oder Alexa – die Bezeichnung Control ließ keine romantische Vorstellung zu. Und doch war das Zusammensein ein Abenteuer für den Schriftsteller. Daniel Kehlmann hatte Zugang zu einem hochkomplexen Algorithmus aus dem Olymp der Datenverarbeitung. Über das Jahr im künstlerischen Austausch mit einer Künstlichen Intelligenz hielt er am Dienstagabend die „1. Stuttgarter Zukunftsrede“, die zudem auch als Buch erscheinen wird: „Mein Algorithmus und ich“.

Thematisch könnte der Abstand kaum größer sein. Kehlmann, einer der erfolgreichsten deutschsprachigen Autoren, hat zuletzt den Roman „Tyll“ vorgelegt, in dem er das Leben des Narren Till Eulenspiegel zur Zeit des Dreißigjährigen Krieges erfand. Nun, ins Silicon Valley eingeladen, durfte er „zu Gast in der Zukunft“ sein. Der Plan: gemeinsam mit der Künstlichen Intelligenz eine Kurzgeschichte zu verfassen.

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