Peter Handke notiert üblicherweise ans Ende seiner Bücher, wann sie entstanden sind. „Sommer, Herbst 2020“ steht in der letzten Zeile von „Mein Tag im anderen Land“, das jetzt erscheint. Es ist das erste Jahr mit Covid-19, dem Virus, das die Welt in Schreckstarre hält. Corona findet in diesem Buch nicht statt, Schrecken gibt es durchaus. Der Untertitel klassifiziert das schmale Prosawerk als „Eine Dämonengeschichte“. Es greift weit zurück in die Literaturgeschichte und kommt in der Gegenwart an. Handke schreibt klangvolle, melodiöse Sätze, setzt schwer zu enträstelndes Pathos dazu und wirft schrägen Humor dazwischen.

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