Mit dem Piraten verhält es sich wie mit dem Cowboy oder dem Mafiapaten: Als Held der Popkultur hat er die kollektive Fantasie in einem Maß gekapert, dass er nicht mehr daraus wegzudenken ist. Sportvereine segeln unter seiner Flagge, Totenkopf-T-Shirts sind begehrte Ware, und wenn Hollywood gar nichts mehr einfällt, muss eben Captain Jack Sparrow noch mal ran. Als Kapuzenpulloverpartei getarnt hat er es eine Zeit lang sogar in den deutschen Bundestag geschafft. Aber auch die sozialhistorische Forschung ist vom Bild des gemeinen Räubers zur See abgerückt und verhandelt den Piraten als Freigeist und Sozialrevolutionär avant la lettre. Eine Adelung, die Siegfried Kohlhammer gar nicht schmeckt.

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