Gabriela Keller, die auch einige Zeit für die Berliner Zeitung arbeitete, ist eine erfahrene Journalistin. Als Reporterin reiste sie nach Syrien und Jemen, in den Iran und den Libanon. In Länder also, die entweder von Kriegen erschüttert sind oder zumindest von chronischer Instabilität, geprägt von Anschlägen und blutigen Zusammenstößen zwischen Demonstrierenden und Sicherheitskräften. In ihrem jetzt erschienenen Buch „Prepper. Bereit für den Untergang“ aber berichtet sie aus Deutschland, wo sich eine wachsende Zahl von – überwiegend – Männern darauf vorbereitet, dass ihre dröge bundesrepublikanische Wirklichkeit mit fließend Wasser, geheizten Wohnungen und vollen Kühlschränken zu Ende geht. Dass eine kosmische Apokalypse, ein Bürgerkrieg oder ein flächendeckender, wochenlang andauernder Blackout zu Mord-und-Totschlag-Infernos, Plünderungen und dem Zerfall des menschlichen Miteinanders führt. Auf dieses Ende unserer Zivilisation wollen die Prepper, die Gabriela Keller bei ihren Recherchen kennengelernt hat, vorbereitet – prepared – sein.

Gabriela Keller – das gleich vorweg – ist eine umfassende und lesenswerte Analyse des deutschen Prepper-(Un)Wesens gelungen. Die Autorin beschreibt differenziert und ausgewogen, wer die Akteure sind, was sie an- und umtreibt, woher ihre diffuse Angst kommt vor dem Ende der Welt, wie wir sie kennen.

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