Arbeit und Leben sind vereint in diesem Roman, alle handelnden Personen haben sich einem Ziel unterzuordnen, dem „Transhumanismus“. Dafür braucht der Supercomputer Dave ein eigenes Bewusstsein. „Dave“ heißt das Buch von Raphaela Edelbauer wie die künstliche Intelligenz, um deren perfekte Erschaffung es hier geht.

Sich vorzustellen, wie ein von Menschen entwickeltes System selbst denken und handeln kann, ist für Schriftsteller hochinteressant: Der Roman erscheint zwei Jahre nach Ian McEwans „Maschinen wie ich“, im selben Frühling wie Kazuo Ishiguros „Klara und die Sonne“ und Daniel Kehlmanns „Mein Algorithmus und Ich“.  Raphaela Edelbauer, 1990 in Wien geboren, stand mit Ihrem Debüt-Roman „Das flüssige Land“ 2019 in der Endrunde um den Deutschen Buchpreis. Mit dem Schreiben an „Dave“ hatte sie Jahre zuvor begonnen, erzählte sie bei einer Buchvorstellung, sie habe Anläufe gebraucht, die Form zu finden. Schwierigkeiten sieht man dem Roman nicht an. Vielleicht hatte der Autorin erst ihr Wissen im Weg gestanden, das an vielen Stellen aus dem Roman blitzt, aber überzeugend eingebunden ist.

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