Berlin - Erster Mai, Görlitzer Park. Technoparty am Kanal, Tausende tanzen, „hellwach und gleichzeitig müde“, berauscht vom Frühling und von wilden Drogensträußen, so berauscht, dass sie allesamt übersehen, was nur ein Einzelner bemerkt: eine Tote. Ihr Körper treibt auf dem Wasser, sie trägt ein Brautkleid, ihr starres Gesicht gen Himmel gerichtet.

So umstandslos steigt Roland Schimmelpfennig in „Die Linie zwischen Tag und Nacht“ ein. Es ist der dritte Roman und die zweite Berlin-Erzählung des 1967 geborenen Dramatikers und Autors. Die Kriminalerzählung handelt vom suspendierten Polizisten Tommy und seiner albtraumhaften Suche nach dem Namen der Ermordeten, die zugleich der hilflose Versuch ist, alte Lasten abzuschütteln.

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