Die Montage häufen sich. Das bedeutet nichts Gutes. Heike Geißler nutzt in ihrem Roman „Die Woche“ die Wiederholung des Tages auf vielerlei Weise. Sie spinnt Märchenfäden um konkrete Details. Sie zeigt die Belastungen des Alltags für die Erzählerin, Mutter zweier Kinder, längst reif für eine Kur. Und sie illustriert die Auflösung gesellschaftlicher Gewissheiten: Wohnen wird unbezahlbar, kreativ zu arbeiten heißt ausgebeutet zu werden, Symbole werden umgedeutet, die Umwelt geht zugrunde, manche reden bereits von Krieg und viele gehen auf die Straße – montags, da man in Leipzig auch früher schon demonstrierte.

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