Schätzing, Rossmann und ihr Berliner Vorgänger Bölsche: Bücher vom Ende der Welt 

Thriller-Autoren entdecken die drohende Klimakatastrophe und die Rettung des Planeten als Thema.

Frank Schätzing bei der digital veranstalteten Lit.Cologne im Juni.
Frank Schätzing bei der digital veranstalteten Lit.Cologne im Juni.imago

Bei ihrer Amtseinführung im Januar 2025 verkündet die neue US-amerikanische Präsidentin Kamala Harris eine Reihe künftiger Maßnahmen: eine Sonderabgabe auf Fleischprodukte, die Einschränkung des Individualverkehrs, drastische Reduktion des Flugaufkommens sowie die Einführung einer einmaligen Vermögenssteuer von 25 % für alle Reichen. Es ist die zweite amerikanische Revolution. Die Revolution von oben allerdings, und sie findet (natürlich) im Fiktiven statt: in Dirk Rossmanns Thriller „Der neunte Arm des Oktopus“. Thriller-Kollege Frank Schätzing würde die Maßnahmen begrüßen, sie jedoch für nicht weitreichend genug erklären. In seinem Kompendium zur Lage des Planeten „Was, wenn wir einfach die Welt retten?“ nagt ein bissiger Pessimismus an all unseren Gewissheiten – wenn wir nicht noch viel, viel mehr unternehmen, um die Klimakatastrophe aufzuhalten, gehen wir unter. Als Thema taugte der Weltuntergang ja immer schon. Für Noah Richters Thriller „2,5 Grad – Morgen stirbt die Welt“ fasst es der Klappentext zusammen: „Jahrtausendhochwasser, wochenlang mörderische Hitze, Monsterstürme – eine junge Frau im Kampf gegen die Klimakatastrophe, gegen übermächtige Verschwörer und ums nackte Überleben.“ 

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