Berlin - Er wollte, dass der Terror zu ihnen kommt, hatte der hessische Neonazi Stephan Ernst vor Gericht gesagt. „Zu ihnen“ – damit meinte er Politiker, die sich für Migranten und Menschenrechte in Deutschland einsetzen. Politiker wie der Kasseler Regierungspräsident Walter Lübcke, den Ernst am 1. Juni 2019, kurz vor Mitternacht, mit einem Kopfschuss aus nächster Nähe regelrecht hinrichtete. Es war der erste rechtsextremistisch motivierte Mord an einem bundesdeutschen Politiker.

Zwei Jahre ist die Tat her, der Mörder ist inzwischen zu lebenslanger Haft verurteilt worden, wenn auch noch nicht rechtskräftig. Jetzt hat der Frankfurter Journalist Martin Steinhagen eine ausführliche Darstellung der Hintergründe des Verbrechens vorgelegt, in der er die Verbindungslinien des Täters in die rechtsextremistische Szene und die gesellschaftspolitischen wie geschichtlichen Zusammenhänge des bundesdeutschen Rechtsterrorismus beleuchtet.

Lesen oder hören Sie doch weiter.

Erhalten Sie unbegrenzt Zugang zu allen Online-Artikeln der Berliner Zeitung inkl. Audio für nur 9,99 € im Monatsabo.

Jetzt abonnieren

Sie haben bereits ein Abo? Melden Sie sich an.

Doch lieber Print? Hier geht’s zum Abo Shop.