Berlin - Am Valentinstag wird Laura von C. gefragt, ob sie ihn heiraten möchte. Er hätte es kaum klischeebeladener planen können: Drei-Gänge-Menü, Diamantring, Mann auf Knien, eine Kellnerin, die den ganzen Antrag filmt. Laura musste weinen, „sie wusste schließlich, wie das läuft. Alle Frauen wissen das. Sie wissen, was geschieht und wie eine sich zu verhalten hat in so einer Situation. Das Kramen in der Tasche, Schmuckschachtel, freudestrahlender Mensch, der die Schmuckschachtel hält, ein Kniefall und schwups: verlobt.“

Jovana Reisingers neuer Roman „Spitzenreiterinnen“ beginnt mit Lauras Verlobung, endet im Juni mit der Hochzeit. Dabei ist Laura nur eine von neun Protagonistinnen, alle benannt nach sogenannten Frauenzeitschriften: Jolie, Petra, Brigitte, Emma, Tina, Lisa, Verena und Barbara kämpfen alle, jede für sich und doch irgendwie gemeinsam, mit den Rollenzwängen einer patriarchalen Gesellschaft.

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