Seit Jahren lesen wir, dass der Buchmarkt kurz vor seinem Zusammenbruch steht. Das E-Book werde den Markt völlig umwälzen und alle Buchhandlungen in den Ruin treiben. Und große Verlage, die nicht rechtzeitig auf das elektronische Publizieren umstellten, würden bald von kleineren Newcomern überholt werden. Und schließlich beherrsche Amazon, der Großversender mit den Niedriglöhnen, den Buchhandel demnächst völlig.

Doch noch im Weihnachtsgeschäft 2013 gab man sich vonseiten der Branchenfunktionäre alle Mühe, gelassen auszusehen. Die für simple Gemüter gestrickte Kampagne „Vorsicht Buch!“ locke die Leserinnen und Leser wieder vermehrt in die Buchhandlungen, sagten sie. Die Umsätze im stationären Buchhandel stiegen tatsächlich leicht an. Die erst im März gemeinsam von den Konkurrenten Weltbild, Hugendubel und Thalia mit der Telekom gebildete „Allianz“ um das neue Lesegerät Tolino schließlich sei sehr erfolgreich und schnappe dem Kindle-Lesegerät von Amazon auf dem deutschen Markt deutliche Marktanzeile weg. 2013 lief also alles glatt.

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