Die amerikanische Poetin Louise Glück bei der Verleihung der National Humanities Medal im Weißen Haus 2016. 
Foto:  epa/dpa/Shawn Thew

Stockholm - Ein Stocken, ein kurzes Rätseln. So mögen viele auf die Bekanntgabe des Literaturnobelpreises reagiert haben. Denn wer ist Louise Glück? Man fühlt sich ein wenig an die Auszeichnung von Tomas Tranströmer, einem ähnlich nur vertrauten Kreisen bekannten Autor, im Jahr 2011 erinnert, der genauso wie Glück Lyriker ist. Erneut setzt das Stockholmer Komitee somit ein Zeichen, indem sie die gewiss am meisten marginalisierte und unterschätzte Gattung der Spätmoderne adelt.

Die Überraschung ist dabei übrigens doppelter Natur. Wenn schon Dichtung, so haben die meisten gedacht, dann allenfalls an die Favoritin, nämlich die Kanadierin Ann Carson. Nun also Außenseiter-Format und Außenseiter-Name. Die Botschaft ist klar: Nach den Skandalen um Peter Handke und der wohl eher politisch begründeten Honorierung der polnischen Autorin Olga Tokarczuk soll der Preis nun an eine Ästhetin gehen.

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