Berlin - Früher waren es Bilder, die man mit südeuropäischen Ländern assoziierte. Im gleißenden Sonnenlicht wurden im Vorbeifahren die Konturen moderner Bauruinen sichtbar, Gebilde aus Stahl und Beton, die nicht fertiggestellt worden waren. In den rudimentären Gebäuden schienen die Ideen noch auf, die da hätten verwirklicht werden sollen. Dann aber muss das Geld ausgegangen sein. Individuelles Versagen oder das Ende eines Booms – wer vermochte es schon so genau zu sagen?

In den deutschen Innenstädten, das hat eine kleine Herbstreise ergeben, sind die Phänomene des kulturellen Fadings subtiler. In Bamberg, das aufgrund seiner seit dem Frühmittelalter entwickelten Stadtstruktur zum Weltkulturerbe zählt, mussten einige Ladenlokale schließen. Bei den Gastronomen macht sich Unmut breit, weil die jungen Leute bis in die späte Nacht Outdoor-Feste auf den Brücken über die Regnitz feiern, ihre Lokale jedoch anhaltend unter den Corona-Beschränkungen leiden.

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