Jener Vorabend, an dem das ZDF „Der Lorax“ zeigte, gehört zu den unvergesslichen meiner Kindheit. So versessen war ich auf diesen Zeichentrickfilm, dass ich das Wohnzimmer für mich reklamierte, obwohl sich zur selben Zeit der Pastor angekündigt hatte. Ich blieb standhaft, er musste draußen bleiben. Jener „Lorax“ war ein einfach gemachter 25-Minüter, erzählt in Reimen und einfacher Animation. Aber es waren die Reime und die Bilder von Dr. Seuss, der den Film selbst produziert hatte. Zu einem pastoralen Abend kam ich dennoch, denn „Der Lorax“ ist ein frühes, überraschend bitteres Plädoyer gegen die drohende Umweltzerstörung. Im Mittelpunkt steht ein bärtiger Waldbewohner, auf den niemand hören will, wenn er sich mit den immergleichen Worten vorstellt: „Ich bin der Lorax, und ich spreche für die Bäume“. Bald sind sie alle abgeholzt, denn ein windiger Geschäftsmann will aus ihren Wipfeln einen kurzlebigen Modeartikel produzieren.

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