Berlin - Mit 16 wurde Ella Marija Lani Yelich-O’Connor, besser bekannt unter ihrem Künstlernamen Lorde, zum Star, zum Wunderkind der Pop-Branche. Längst gehören Taylor Swift und Kanye West zu ihren Fans, und mit gerade mal 24 Jahren hat die Neuseeländerin soeben ihr drittes Album veröffentlicht. Keine einfache Aufgabe, im medialen Zirkus zu bestehen, früher als introvertierter Teenager, aber auch heute, wo sie sich immer wieder Rückzugsräume von ihrem Millionenpublikum schaffen muss.

Kurz nach dem Erscheinen ihres neuen Albums „Solar Power“ gehören aber natürlich ein paar öffentlichkeitswirksame Auftritte zum guten Ton, und so fand sich Lorde am Mittwoch zu später Stunde (Ortszeit) in der Late-Night-Show von James Corden zu einem sympathischen, ja fast schon bezaubernden Interview ein. Der Moderator befragte die 24-Jährige auch zu ihrer vor einiger Zeit getroffenen Entscheidung, auf soziale Medien zu verzichten. Die Sängerin sagte, sie habe den Social-Media-Entzug beschlossen, nachdem sie bemerkt hatte, dass ihr Gehirn nicht mehr richtig arbeite.

Der Verzicht auf Twitter, Facebook, Instagram und sogar YouTube sei allerdings mit veritablen Entzugserscheinungen einhergegangen: „Es war schrecklich schwer, das Schwerste, was ich je getan habe. Ich habe mich so abgekoppelt gefühlt. Aber so ist mein Leben jetzt.“ Lorde zog den Vergleich zum Weglassen von Zucker. Immerhin hat sie nun mehr Zeit für die wichtigen Sachen: Songs schreiben zum Beispiel.

Außerdem hat sie sich eine Ersatzbefriedigung besorgt: die Cooking App der New York Times. Dort gibt es nicht nur ausgewählte Rezepte, sondern auch lustige Kommentare. Diese „seltsamen kleinen Storys“ von Leuten, die für ihre Partner dies oder das zubereitet hätten, seien nun für sie eine Quelle der Gemeinschaft geworden.