Die Vielvölkermetropole Los Angeles war stets auch eine Hochburg von „White supremacists“, von weißen Rassisten und ihrer Obsession, die anglo-amerikanische Hegemonie in den Vereinigten Staaten zahlenmäßig wie politisch-kulturell auf ewig zu konservieren. Demografische Prognosen weisen in eine andere Richtung: Binnen einer Generation wird die nicht-hispanische weiße Bevölkerung landesweit auf unter 50 Prozent sinken; in der „Greater Los Angeles Area“ stellen LatinX, wie man Menschen mit lateinamerikanischem Hintergrund korrekt nennt, bereits die Hälfte der gut 14 Millionen Einwohner. Ja und? Die Aussicht, dass „Weiße“ in ganz Kalifornien nicht länger selbstverständlich „Mehrheit“ sind, radikalisiert die Suprematisten, mit deren Hilfe Donald Trump, ihr Patron, seine Abwahl verhindern wollte. Vor fünf Jahrzehnten schon wurden die „Hispanics“ als Rückgrat der „künftigen demokratischen Mehrheit“ (John Judis/Ruy Teixeira) anvisiert, doch im minderheitenfeindlichen Mehrheits-Wahlsystem konnten sich die überwiegend weißen Republikaner an der Macht behaupten.

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