Es war im vorigen Sommer in Dresden, als ich zu dem Haus in der Caspar-David-Friedrich-Straße ging, in dem Victor Klemperer jahrelang um sein Leben bangte. Das erste „Judenhaus“, in das man ihn und seine Frau Eva im Mai 1940 zwang. Bis September 1942 wohnten sie hier in zwei Zimmern im ersten Stock. Der letzte Satz, den Klemperer vor dem Umzug in sein Tagebuch schreibt: „Wir bemühen uns, nicht zu verzweifeln.“

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