Der Maler Klaus Killisch vor seiner Altarverhüllung in der evangelischen Paul-Gerhardt-Kirche in Prenzlauer Berg.
Foto: Markus Wächter

Berlin-Am Aschermittwoch, so heißt es über die (Kater-)Stimmung nach Karneval, ist alles vorbei. Die Fastenzeit beginnt. Ein bisschen Wehmut herrscht auch in der Paul-Gerhardt-Kirche, dem roten Backsteinbau an der Wisbyer Straße. Aber mit Fasching wie im säkularen Sprachgebrauch der Karneval heißt, hat das nichts zu tun, sondern mit Kunst. Seit zehn Jahren wird zum Beginn der Fastenzeit und der Passion Christi der Altar mit dem „schönsten Mann von Prenzlauer Berg“ verhüllt. Auf dem Andachtsbild schwebt der im Lichterkranz auferstehende Gottessohn. Den hat einst das Gemeindemitglied Gerhard Noack gemalt. Das war 1910, vier Jahre vor dem Ersten Weltkrieg, da schien alles noch ideal mit dem Glauben ans Gute und Schöne und auch die kirchlichen Dinge waren scheinbar am rechten Fleck.

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