Das soll ein Wald sein? So ändern sich die Zeiten und Ästhetiken. "Griehn FM - Brecht und die Bäume" im HAU1.
Foto: HAU/Dorothea Tuch

Berlin  - Es ist ja nicht das erste Mal, dass sich das so schön holzvertäfelte Hebbel-Theater in ein Pflanzenbiotop verwandelte. Vor zehn Jahren schon ließ Intendant Matthias Lilienthal das Haus mit Grünzeug aller Art bepflanzen, um die damals neu aufkeimenden Urban-gardening-Bewegungen mit all ihren sozialen Verästelungen ins Theater zu holen und den dramaturgischen Überblick in die rhizomatische Untersicht der Pflanzenwelt zu verschieben. Was damals handfeste Arbeit, echtes Blattwerk und schmutzige Erde im Kunstraum bedeutete, braucht heute nur noch eine konsequente Erzählung und eine ausgefeilte Illusionsmaschine und schon verwandeln die Zuschauer in ihren willigen Köpfen das Haus ins „Hebbelwäldchen“.

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