Schauspieler Mario Adorf: „Wir müssen das Virus ernst nehmen.“
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Mario Adorf (89) findet die sogenannten Corona-Leugner schlicht beschränkt: „Man sollte keine allzu große Angst haben, aber auch nicht sorglos sein. Wir müssen das Virus ernst nehmen“, sagt der Schauspieler und hat ansonsten kein Verständnis für all jene, die ihre demonstrative Rücksichts- und Sorglosigkeit als Kampf für die Freiheit ausgeben. „Das Schlimmste und Gefährlichste scheint mir das Leugnen des Virus zu sein. Ich verstehe auch die viele jungen Menschen, die auf die ihnen gemäßen Freiheiten nicht verzichten wollen, aber auch sie sollten ihre Vernunft gebrauchen und lernen, sich ein wenig einzuschränken.“

Wir übersetzen das mal proseminaristisch: Vernunft ist gut begründete Selbstbeschränkung im Dienste des Allgemeinwohls – nur sie ermöglicht die Freiheit aller. Und dabei muss man keine schlechte Laune bekommen. Adorf jedenfalls ist nicht nach Jammern und Klagen zumute. Ihm selbst gehe es gut, „wenn auch das vergangene halbe Jahr wegen des Coronavirus nicht zum Jubeln war“. Der Mann denkt ohnehin in anderen Zeitdimensionen, am kommenden Dienstag (8. September) feiert er seinen 90. Geburtstag, allerdings nicht mit einer Riesenparty, sondern „angesichts der Corona-Krise im allerkleinsten Kreise“.

Adorf erfreut sich einer gewissen Altersmilde und Gelassenheit. „Ich habe keinen großen Wunsch mehr, eher viele kleine.“ Ihm ist es in seinem Leben nicht allzu schlimm ergangen. „Es sind sicher viele Wünsche offen geblieben, aber ich war mit meinem Leben und dem, was ich erreicht habe, im Ganzen zufrieden.“

Donald Trump (74) ist nun dauerhaft unter die Maskenträger gegangen. Und dient mit seiner imposanten Erscheinung als mahnendes Beispiel: Die Wachsfigur des US-Präsidenten begrüßt im New Yorker Touristenmagnet Madame Tussauds die Besucher nun mit einer schwarzen Maske im Gesicht. Das Wachsfigurenkabinett am Times Square in Manhattan hatte im März wegen der Pandemie geschlossen und vor wenigen Tagen die Türen wieder aufgemacht – mit eingeschränkten Öffnungszeiten, Besucherkapazitäten sowie Abstands- und Hygieneregeln.

Mit Maske: Als Wachsfigur gibt US-Präsident Donald Trump ein gutes, imposantes Beispiel ab.
Foto: dpa/Madame Tussauds New York

Die am Eingang aufgestellte Trump-Figur erfüllt eine wichtige Mission. Dabei geht es nicht etwa nur um den Präsidenten als den formellen Grußonkel in einem amerikanischen Museum. „Mit einer Größe von mehr als 1,80 Meter ist der Präsident eine sehr beeindruckende Gestalt, also hatten wir das Gefühl, dass er die perfekte Figur ist, um unsere Gäste daran zu erinnern, ihre Selfies sicher mit Maske zu machen“, sagte Sprecher Matthew Clarkson dem Nachrichtensender CNN.

Der echte US-Präsident zeigt sich in der Öffentlichkeit bislang allerdings nur hin und wieder mit Maske. Erst Ende Juli hatte er die Menschen erstmals dazu aufgefordert, Masken zu tragen. Die US-Bürger sollten auf einen Mund-Nasen-Schutz zurückgreifen, wenn die Abstandsregeln nicht eingehalten werden könnten, sagte Trump. „Ob Sie die Masken mögen oder nicht, sie haben eine Wirkung.“ In früheren Aussagen hatte er den Mund-Nasen-Schutz unter anderem als Symbol der Schwäche abgetan.

Ron Jeremy (67) muss sich wegen zahlreicher Vorwürfe von Vergewaltigung und sexuellen Übergriffen vor Gericht verantworten. Bereits im Juni hatte die Staatsanwaltschaft in Los Angeles gegen den Porno-Star Anklage erhoben, dabei ging es um die Vorwürfe von vier Frauen. Jetzt wurde das Verfahren erweitert: Laut Mitteilung der Staatsanwaltschaft sind nun insgesamt 17 Frauen unter den mutmaßlichen Opfern, darunter auch ein 15-jähriges Mädchen. Die Übergriffe, darunter Vergewaltigung und sexuelle Nötigung, sollen sich unter anderem in einem Haus und in einer Bar in West Hollywood zwischen 2014 und Januar 2020 ereignet haben.

Porno-Star Ron Jeremy muss sich in Los Angeles vor Gericht unter anderem wegen Vergewaltigung und sexueller Nötigung verantworten.
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Jeremy, mit bürgerlichem Namen Ronald Jeremy Hyatt, zählt zu den ikonischen Figuren der Porno-Branche. Er hat in mehr als 1000 Sexfilmen mitgespielt. 2007 brachte er eine Autobiografie mit dem Titel „Ein Mann und viertausend Frauen“ heraus. Darin bezeichnet er sich als sexbesessen. In den vergangenen Jahren wurde er häufiger mit Vorwürfen von sexuellen Übergriffen konfrontiert, darunter auch von Kolleginnen aus der Sexfilm-Branche – doch er stritt die Schilderungen der Frauen stets ab. Laut Staatsanwaltschaft drohen Jeremy im Fall eines Schuldspruchs mehr als 250 Jahre Haft.