Robert Beyer verteidigt seinen Platz auf einem Kugelklumpen, der zumindest in diesen Zeiten an einen vergrößerten Virus erinnert.
Foto: Arno Declair

Berlin - Ob aus trotziger Entschlusskraft oder lethargischem Fatalismus, der 270-Plätze-Saal, das Globe der Schaubühne, war am Mittwochabend voll besetzt. Weder die erhöhte Ansteckungsgefahr in Theatersälen (wie viele Plätze auch immer sie haben, seine Sitznachbarn kann man sich nicht aussuchen) noch die Angehörigkeit zu einer Risikogruppe (der erhöhte Altersdurchschnitt des Theaterpublikums), hielten die Leute vom Besuch der „Affen“ ab, eine vom Autor Marius von Mayenburg selbst inszenierte Uraufführung. Sie sollte F.I.N.D., das Festival für internationale neue Dramatik, eröffnen, das einen Tag zuvor wegen der Corona-Pandemie abgesagt werden musste. Am Tag nach der Premiere folgte dann eine weitere Anordnung, nach der nun auch die kleinen Säle, die Privatbühnen, Bibilotheken, Gedenkstätten in öffentlicher Trägerschaft zu schließen sind. „Die Affen“ werden also für viele das letzte gewesen sein, was sie für einige Wochen im Theater gesehen haben. 

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