Als Mohammed VI. im Jahr 1999 den marokkanischen Thron bestieg, keimte im ganzen Land Hoffnung . Auch viele Journalisten atmeten auf. Hassan II., der Marokko mit eiserner Faust regiert und die Presse zu öden Verlautbarungspostillen degradiert hatte, war tot. Sein erst 35-jähriger Sohn verkündete alsbald eine Amnestie für politische Gefangene und ließ eine ziemlich freie Presse zu. Doch es gab immer rote Linien. So durfte etwa die Zugehörigkeit der völkerrechtswidrig annektierten Westsahara zu Marokko nicht in Frage gestellt werden – und erst recht nicht der König selbst.

Lesen oder hören Sie doch weiter.

Erhalten Sie unbegrenzten Zugang zu allen B+ Artikeln der Berliner Zeitung inkl. Audio.

1 Monat kostenlos.

Danach 9,99 € im Monatsabo.

Jederzeit im Testzeitraum kündbar.

1 Monat kostenlos testen

Sie haben bereits ein Abo? Melden Sie sich an.

Doch lieber Print? Hier geht’s zum Abo Shop.