Berlin - Die Berliner Literarische Aktion verfolgt neuerdings den Plan, den Bezirk Weißensee als Literaturort sichtbar zu machen. Doch der droht an Corona zu scheitern. Wir fragen Martin Jankowski, den Vorsitzenden und Ideenfinder des Vereins: Wie müssen wir uns den Literatursalon am Weißen See am kommenden Donnerstag vorstellen?

Martin Jankowski: Lassen Sie mich mit dem Stichwort „Literaturort“ beginnen. Es ging uns nicht zuerst um den Bezirk. Ich weiß auch, dass es in der Brotfabrik einige Jahre die Reihe „Literatur in Weißensee“ gab. Wir finden es interessant, in dem Haus selbst wieder Literatur einziehen zu lassen. Denn das, was jetzt „Bildungs- und Kulturzentrum Peter Edel“ heißt, war in den 1970er-, 80er-Jahren berühmt als Ort für Blues, Rock, aber auch Literatur. Das galt, direkt am Weißen See gelegen, als ein von alternativem Geist beseelter Platz. Nicht weit entfernt stand auch das erste Wohnhaus von Bertolt Brecht in Berlin, das in der DDR als kommunale Galerie geschätzt war. Das allerdings ist nach Rückübertragung und Umbauten heute nicht mehr öffentlich zugänglich. Das alte Kreiskulturhaus Peter Edel jedoch wird seit einiger Zeit restauriert, das Café gibt es schon, der große Saal ist noch nicht fertig.

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