Wer Gelegenheit hat, Agnes Heller in der Öffentlichkeit zu begegnen, erlebt eine vitale und enorm widerspruchsfreudige Zeitgenossin. Heller, die am kommenden Samstag 83 Jahre alt wird, stammt aus Budapest. Als verfolgte Jüdin wurde sie nach 1945 überzeugte Zionistin, Marxistin und Kommunistin. 1955 wurde Heller von Georg Lukács promoviert und anschließend die Assistentin des einflussreichen Neomarxisten. Heller, die jahrzehntelang in Ungarn politisch unterdrückt wurde, emigrierte schließlich, 1986 konnte sie ihre wissenschaftliche Karriere als Nachfolgerin Hannah Arendts am Lehrstuhl für Philosophie an der New School for Social Research in New York fortsetzen. In den letzten Jahren wurde Agnes Heller nicht müde, als scharfe Kritikerin der ungarischen Regierung aufzutreten.

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