Schenkt man der wichtigsten amerikanischen Philosophin Judith Butler Glauben, stimmten bei der US-Wahl 2020 viele gar nicht mal für den Opponenten, sondern für den Erhalt der Demokratie selbst. Und um die ist es in vielen illiberalen, deutlich nach rechts gerückten Staaten gerade nicht gut bestellt.

Gewissermaßen war es um die Demokratie aber schon vor den letzten Krisen nicht gut bestellt, der Corona-, der Austeritäts-, der Finanz- und der Immobilienkrise. Sie wurde als Postdemokratie bezeichnet. Und hatte auch weit vor der Polizeidebatte, welche die Mehrheitsgesellschaft eigentlich dazu bringen sollte, sich zu ihren Minderheiten zu bekennen, ein Repräsentationsproblem, das reaktionäre Gegenstimmen nur größer machten. Viele liberale bis linke Diskurse kreisten um die Frage, was „präsentische“ Demokratie und Postwachstum im Zeitalter der Klimakrise bedeuten könnten.

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