Matt Berninger, der Sänger von The National.
Foto: Roland Owsnitzki

Matt Berninger hat lange gebraucht, um dieses erste Solo-Album auf den Weg zu bringen. 20 Jahre, in denen er mit The National einen komplexen und raffinierten Indie-Rock entworfen hat, der 2018 sogar in Grammyhöhen aufstieg – ein Lohn eher der Beharrlichkeit als des großen Wurfes. Die Band um Berninger besteht aus den Brüderpaaren Bryan und Scott Devendorf sowie den Zwillingen Aaron und Bryce Dessner, den musikalischen Direktoren. Berninger prägt den Sound der Band mit einem schmeichelnden, sacht versnobten Bariton und Texten, die mit literarischem Geschick Beziehungsfragen erörtern, bevorzugt auf dem schmalen Grat zwischen Genervtheit und Selbsterniedrigung.

Daher erkennt man den Tonfall der Band natürlich auch hier, obwohl von The National nur Bassist Scott Devendorf dabei ist, mit dem Berninger seit seinen Unizeiten in Ohio zusammenspielt. Seinen solistischen Anspruch beschreibt Berninger so: „Ich wollte sehen, ob ich auch etwas allein hinbekommen würde, und daher habe ich 20 der brilliantesten Musiker und coolsten Menschen, die ich kenne, zusammengetrommelt“.

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