Oscar-Preisträger Matthew McConaughey.
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Matthew McConaughey (50) hat sich erst Ende letzten Jahres bei Instagram angemeldet – anlässlich seines 50. Geburtstages. Zwar mache ihn dieser Schritt ein wenig nervös, bekannte der US-Schauspieler damals, dennoch freue er sich über das „Wagnis“. Auf seinem Profil wolle er aber nicht nur Bilder von sich, sondern auch seine Ansichten mit der Welt teilen, so der Oscar-Preisträger aus „Dallas Buyers Club“, der inzwischen schon fast vier Millionen Abonnenten hat.

McConaughey hielt Wort und veröffentlichte jetzt auf seinem Profil ein Videointerview mit dem renommierten US-Immunologen Anthony Fauci (79), der seit dem Kabinett von Ronald Reagan Berater aller US-Präsidenten und ihrer Regierungen ist und dessen öffentliche Wahrnehmung während der Corona-Pandemie in den USA erheblich zugenommen hat. Der Schauspieler beklagte in dem Gespräch, das bereits mehr als eine Million Mal aufgerufen wurde, dass die Corona-Krise in den USA zu sehr politisch instrumentalisiert würde.

„Wie viele andere auch bin ich desillusioniert, ehrlich gesagt sogar voller Wut darüber, wie Covid politisiert wurde“, sagte McConaughey in dem 40-minütigen Interview. Auf der Suche nach Orientierung würden sich zu viele Menschen an die Meinungen des rechten und linken Randes klammern, was zu weiteren Spaltungen in der Gesellschaft führe. Wer etwa eine Maske trage, würde links, wer keine trage, rechts verortet. McConaughey stellte auch viele allgemeine Fragen zum Virus und seiner Übertragung. Die Menschen seien auf der Suche nach Orientierung, sagte er.

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Fauci warnte in dem Gespräch davor, auf Herdenimmunität zu setzen. Besonders in den USA mit einem erhöhten Anteil an Übergewichtigen und damit verbundenen Krankheiten wie Diabetes und Bluthochdruck würde dies die Risiken einer Covid-Erkrankung deutlich verschärfen. „Wenn alle das Virus bekämen, würden sehr viele Menschen sterben“, sagte Fauci.

Dolly Parton (74) hat sich mit klaren Worten zu den Zielen der „Black Lives Matter“-Bewegung in den USA bekannt. „Ich verstehe, dass Menschen sich mitteilen wollen, gefühlt und gesehen werden wollen“, sagte die Country-Legende in einem am Donnerstag veröffentlichten Interview mit dem US-Magazin Billboard. „Und natürlich sind schwarze Leben wichtig. Denken wir, dass unsere kleinen weißen Ärsche die einzigen sind, die etwas gelten? Nein!“

Country-Legende Dolly Parton.
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Parton wird in ihrer Heimat von Menschen aus allen Bevölkerungs- und Altersgruppen geliebt. Sie ist seit den Siebzigern nicht nur eine der erfolgreichsten Sängerinnen und Songautorinnen im Bereich Country und Pop, die 74-Jährige gilt auch als eine der wenigen Stars, die das zerrissene Volk einen. Politisch äußert sich Parton selten, wenn doch, dann aber in unmissverständlicher Klarheit. So befürwortet die Sängerin die gleichgeschlechtliche Ehe. Da sie aus dem als konservativ geltenden, bibeltreuen „Gürtel“ im Süden der Vereinigten Staaten stammt, hatte sie wegen ihrer Unterstützung der Gay-Community mit Boykottversuchen und Morddrohungen zu kämpfen.

2018 benannte sie ihr Dinnertheater „Dixie Stampede“ in „Dolly Parton's Stampede“ um, weil der Begriff „Dixie“ für die US-Südstaaten zunehmend als die Sklaverei verherrlichend verstanden wird. „Sobald du erkennst, dass etwas ein Problem ist, solltest du es ausbessern. Sei kein Idiot. Mir würde es im Traum nicht einfallen, jemanden mit Absicht zu verletzen“, sagte sie Billboard dazu.

Reinhold Messner (75) wird man im Sommer nicht am Badesee antreffen. Aus einem einfachen Grund: „Ich kann nicht schwimmen“, sagte der frühere Extrembergsteiger, der als erster Mensch alle 14 Achttausender der Welt schaffte und ebenfalls als erster den Mount Everest im Alleingang und ohne zusätzlichen Sauerstoff erklomm, der Deutschen Presse-Agentur. Die so simple wie bestechende Erklärung für seine Wasserscheu: „Ich muss ja nicht schwimmen, wenn ich den Everest besteige.“

Erst kürzlich hatte Messner angekündigt, mit 75 Jahren sein Erbe weiterreichen zu wollen: Mit einer „Final Expedition“ rund um die Welt werde er sein Verständnis vom Bergsteigen und seinen Appell zum Respekt für die Berge weitergeben. Bei Auftritten mit Festivalcharakter wolle er seine Haltung vortragen und diskutieren, sagte Messner. „Ich bin nicht der Einzige, der es kann – aber ich bin einer derjenigen, die überlebt haben.“ Deshalb sehe er sich in der Pflicht, für den traditionellen Alpinismus zu kämpfen. Messner hatte sich stets gegen eine massive Erschließung der Berge ausgesprochen.