Theaterregisseur Matthias Lilienthal auf dem Tempelhofer Feld.
Foto: Berliner Zeitung/Markus Wächter

BerlinDer Theaterleiter Matthias Lilienthal hat in diesem Sommer seine fünfjährige Amtsperiode an den Münchner Kammerspielen beendet und damit den nicht nur in München durchaus beargwöhnten Versuch, die Strukturen des Ensembletheaters für die freie Szene und den internationalen Festivalbetrieb zu öffnen. Der frühere Volksbühnen-Chefdramaturg, Gründer und langjährige Leiter des Theaterkombinats Hebbel am Ufer hat sich arbeitslos gemeldet und ist mit seiner Familie zurück nach Berlin gezogen. Seine Zukunftspläne sind vage, und es ist ja in dieser Corona-Zeit auch schwer, Pläne zu machen, ohne in Sorgen zu verfallen. Wir treffen Lilienthal auf dem Tempelhofer Feld, wo er einst mit einem Mammutprojekt den Abschied seiner HAU-Intendanz feierte und wo er mit dem als Volksbühnenintendant und Castorf-Nachfolger gescheiterten Chris Dercon gesichtet wurde, was ihm ein Großteil der Szene bis heute übel nimmt. Lilienthal ist aufgeräumter Stimmung, wir haben Zeit und frotzeln uns an ernstere Themen heran. 

Herr Lilienthal, Sie haben fünf Jahre München hinter sich. Weil das noch südlicher als Königs Wusterhausen ist, haben wir hier von Ihrem Wirken als Intendant der Kammerspiele nicht viel mitbekommen. Wie war es denn so?

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