Gefühlsecht, verwuschelt und erfolgreich: Max Giesinger.
Foto: dpa/Hendrik Schmidt

Max Giesinger (31) verdient sein Geld mit dem Singen und ist damit ziemlich erfolgreich. Zugegeben, er hatte auch etwas Glück, wie bei seinem bislang größten Hit „80 Millionen“ (2016), der sich unversehens von einem Liebesschmachtfetzen in ein hymnisches Fußball-EM-Märchen verwandelte und in Deutschland aus Abertausenden von Fan-Kehlen gegrölt wurde. Aber es geht immer noch etwas erfolgreicher, weiß Giesinger und erinnert uns daran, dass er, der vergrübelte, tiefsinnige Singersongwriter, total glaubwürdige, aufrichtig empfundene Lieder schreibt. „Ich war schüchtern und still, manchmal sogar ein regelrecht verschlossener bis eigenbrötlerischer Junge“, erzählte er jetzt in einem Interview mit den Zeitungen der Funke-Mediengruppe, und immer noch sei er ein melancholischer Mensch.

Melancholie ist nun ein unübertroffener Echtheitsmarker und also Verkaufsanreizer, weshalb Giesinger anmerkt, diese Gefühlslage käme auch seinen Liedern zugute. Glauben wir sofort. Nehmen wir nur mal das Lied „Auf das, was da noch kommt“ aus dem vergangenen Jahr. Es erschien am 9. August und weist einige Ähnlichkeiten  zu dem Stück „Sympathy“ des österreichischen Musikproduzenten Lost auf, das zwei Wochen vorher erschienen war – so hatte es das Portal klatsch-tratsch.de herausgefunden. Wie auch immer, es kam zu einer Einigung und der Sprachregelung, „dass es sich wohl um einen Zufall handelt. Max und Lotte sind tolle Musiker und sie haben, wie man hört, einen Sinn für starke Melodien. Und das gilt dann ja auch für Lost, wie man am Refrain hört. Alles fein!“

Bleibt noch zu erwähnen, dass für „Auf das, was da noch kommt“ neben Giesinger noch Jules Kalmbacher, Charlotte Rezbach (Lotte) und Jens Schneider als Komponisten erwähnt werden. Allesamt so gleichgestimmte wie unverwechselbare Melancholiker. Echt jetzt?!

Jennifer Aniston (51) fühlte sich lange vom Unechten heimgesucht, wie sie jetzt dem Hollywood Reporter anvertraute. Der Schauspielerin machte ihre Rolle der Rachel Green in der Kultserie „Friends“ zu schaffen: „Ich konnte Rachel Green beim besten Willen nicht loswerden. Also habe ich mit mir selbst gekämpft und damit, wer ich in dieser Branche bis dahin war.“ Wir verstehen sofort, Aniston wollte nicht mehr das kreischfidele „Mädchen aus der New Yorker Wohnung mit den lila Wänden“ sein und suchte verzweifelt ein neues, charakterlich ausgeprägtes Image. Sie fand es schließlich mit der Rolle als kreuzunglückliche Supermarktangestellte in dem Filmdrama „The Good Girl“ (2002). Ist Unglück das Echte – im Unterschied zum überdrehten Frohsinn?

Jennifer Aniston als kreuzunglückliche Supermarktangestellte.

Video: Youtube

Bleibt zu erwähnen, dass man sich dieses Unglück auch leisten können muss: Die Serie „Friends“ begann 1994 in den USA – und machte die Schauspieler zu hochbezahlten Stars, allen voran Aniston. Die Serie lief bis 2004, zum Schluss sollen die Hauptdarsteller eine Million US-Dollar pro Folge bekommen haben.

Dennis Quaid (66) hat das Echte oder, genauer: die Richtige gefunden, bereits zum vierten Mal. Der Schauspieler und seine knapp 40 Jahre jüngere Partnerin Laura Savoie haben heimlich in Santa Barbara geheiratet. Die Trauung fand bereits Anfang Juni ohne Gäste statt. „Es war wunderschön“, sagte Quaid dem Promimagazin People. Savoie ist Studentin an der Universität von Texas in Austin, dort promoviert sie im Fachbereich Accounting (Buchführung) und will dem Vernehmen nach Wirtschaftsprüferin werden. Ansonsten ist nicht viel über die Blondine bekannt. Ursprünglich waren für April eine Hochzeit auf Hawaii und ein zweiter Empfang für Familie und Freunde in Nashville geplant. Die Feierlichkeiten mussten aber wegen der Corona-Pandemie verschoben werden. Das Paar hatte sich im Oktober 2019 verlobt.

Quaid ist jedenfalls überzeugt, dass Laura die Frau für den Rest seines Lebens ist: „Ich fühle es, das ist das allerletzte Mal, dass ich heirate!“ Der Mann war bereits drei Mal verheiratet. In erster Ehe mit der Schauspielerin P.J. Soles (69), anschließend mit Meg Ryan (58) und später bis 2018 mit der Immobilienmaklerin Kimberly Buffington.

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