Es kommt einem so vor, als würfe man maßstabsvergessen mit Kleinodien um sich, wenn man nur die Titel dieser vier bibliophilen Kostbarkeiten aufzählt. Man schenkt sie ja weiter, ohne die Sammlerstücke, die über Internetanbieter wenn überhaupt, dann sehr kostspielig zu erstehen sind, jemals in der Hand gehabt zu haben. Uns lag mit „Chefinnen in bodenlangen Jeansröcken“ nur der faksimilierte Schatten dieses Schatzes vor. Aber bitte, bedienen Sie sich: „Atlas van de nieuwe Nederlandse vleermuizen“ (2008), „Nackt im Märchenschloß voll wirklich schlechter Menschen“ (2010), „Sind wir denn nur in Cordbettwäsche etwas wert?“ (2012) und „Ein gelbes Plastikthemometer in Form eines roten Plastikfisches“ (1998).

So heißen also die vier muttiheft-kleinformatigen, wenigseitigen Werke mit Worten, die sich der Dichter Max Goldt ausgedacht und dem gelernten Schriftsetzer und Akzidenzdruckereibetreiber Martin Z. Schröder überantwortet hat. Dieser setzte sie in Blei und druckte sie in begrenzter Auflage im drei- bis vierstelligen Bereich auf wertvolles Papier − nicht ohne im Abspann darauf hinzuweisen, dass der Bleisatz nach dem Druck „abgelegt resp. eingeschmolzen“, also dem Reich des Nichtwiederbringbaren überantwortet wurde.

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