Berlin - Dies ist ein Theaterabend mit drei bärtigen Männern mittleren Alters, einem Eiswindgebläse, mehreren Vorhangtüchern mit zuweilen lustig bunten Comicbilderstürmen darauf, vielen Litern Kunstkotze, einer herrlich matschigen Leberverspeisungsszene, zeitweilig schön lautem Soundgedröhn, aber auch tollen Softierocksongs und einer beeindruckenden Bandbreite an Lall-, Nuschel- und Knurrsprechweisen.

Überraschenderweise hat diese Mischung das Premierenpublikum im Maxim-Gorki-Theater zu allerlei Unmutsäußerungen verleitet. Bereits nach knapp zwanzig Minuten verabschiedete sich ein älterer Herr mit der Auskunft: „So schlechtes Theater“, was Steve Binetti lässig mit der Erklärung konterte: „Das haben wir ganz lange geübt!“ Später wird aus dem Publikum die Meinung kundgetan, man habe es hier mit „Körperverletzung“ (das Gedröhn) zu tun, und überhaupt reiche es jetzt aber mit diesen Bühnenmachenschaften (vor allem an Kunstkotze).

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