Sobald die Bild-Zeitung einem Thema besonders viel Platz einräumt und die Überschriften besonders groß druckt, ist Misstrauen geboten. So auch bei der behaupteten „Wut-Welle“ wegen der neuen, alten Rundfunkgebühr. Sie heißt seit Anfang des Jahres nicht mehr Gebühr, sondern Beitrag, bezahlt wird sie nicht mehr geräte-, sondern haushaltsabhängig, sie beträgt aber unverändert 17,89 Euro monatlich.

Ohne die Umstellung wäre der Rundfunkbeitrag auf 18,16 Euro gestiegen, denn für den Zeitraum von 2013 bis 2016 hatte die Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs (KEF) ARD, ZDF und Deutschlandradio einen Mehrbedarf von insgesamt 304 Millionen Euro zugestanden. Die KEF empfahl jedoch, den Beitrag stabil zu halten, da derzeit niemand – auch nicht diejenigen, die es behaupten – weiß, zu welchen Mehr- oder Mindereinnahmen die Umstellung auf die haushaltsbezogenen Beitrag führt. Steigen die Einnahmen, soll der Beitrag sinken.

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