Schon in den 80er-Jahren stellte Jürgen Doetz, 68, die medienpolitischen Weichen für Sat.1. Seit 1996 war er als Präsident des Interessenverbands VPRT oberster Repräsentant aller Privatsender. Am Donnerstag wurde Tobias Schmid von RTL an die Spitze des neuen VPRT-Vorstands gewählt.

Was bitte finden Sie an Medienpolitik derart faszinierend?
Die oft verkannte gesellschaftliche Relevanz. Für mich ist Medienpolitik die Kombination aus Journalismus, Politik und der Verantwortung für ein Unternehmen. Ich kann mir nichts Vielfältigeres vorstellen. Da geht es um Urheberrecht, man muss technologisch auf der Höhe sein, wir haben die alten Probleme mit dem Verhältnis zu ARD und ZDF und der Rundfunkregulierung, da ist Europa, der Bund, da sind die Staatskanzleien der Länder und die Medienanstalten. Und jeder hat etwas zu sagen.
Andere wären da frustriert.
Man muss viel Leidenschaft und Begeisterung mitbringen, und, ja, manchmal ist es auch – ich sage es einmal druckfähig – ernüchternd.

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